Tina
Du möchtest einen Vogel?
Was Du VOR der Anschaffung beachten solltest:
Schritt 1:Informationen beschaffen
Was jeder Besitzer über sein Tier wissen sollte: Größe, Gewicht, Lebenserwartung, Lautstärke und Ernährung! Das Internet bietet dazu gute, aber auch einige, nicht wirklich brauchbare Informationen. Hilfe oder nützliche Links kann man in verschiedenen Foren erfragen.
Du solltest Dich über die Herkunft der Tiere, das Verhalten und den Lebensraum in der Natur informieren. Schließlich gilt es, diesen Lebensraum in gewisser Weise zu imitieren.
Es gibt viele hilfreiche Bücher, die zusammenfassend beschreiben, wie das Leben mit einem Vogelpaar abläuft. Ingesamt solltest Du einen guten Überblick über die Eigenschaften und Eigenarten, sowie über Probleme in Gefangenschaftshaltung bekommen. Hierzu können Erfahrungsbereichte von privaten Personen sehr hilfreich sein.
Ein Muss ist sich das „Geschrei“ und auch den „ Gesang“ des Wunschkandidaten anzuhören und sich sicher zu sein, dies langfristig ertragen zu können (bitte auch an Mitbewohner und Nachbarn denken).
Vögel sind Schwarmtiere, daher gehören zur tiergerechten Haltung mindestens ein Paar der gleichen Art!!!. Einzeln gehaltene Tiere entwickeln im Laufe ihres Lebens schwere Verhaltensstörungen, die sowohl die Gesundheit des Tieres als auch des Menschen gefährden können. Tiere sind Lebewesen, die für ein gesundes, langes, glückliches Leben einen artgleichen Partner brauchen. Sie sind kein Spielzeug für den Menschen.
Alte Gerüchte betreffend der Zahmheit oder der Sprachbegabtheit sind längst überholt und widerlegt. Oft geht es bei zweien sogar schneller, da sie sich die Fähigkeiten von einander abschauen können.
Schritt 2: Direkte Auseinandersetzung
Wenn Du Dich für eine bestimmte Art entschieden hast, solltest Du Dich direkt mit diesen Vögeln auseinandersetzten. Ein Besuch im Zoofachhandel oder beim Züchter ist NICHT ausreichend. Diese wollen vorrangig verkaufen und haben oft Zeitdruck.
Besuche ein paar Vogelparks am Wochenende, nimm Dir Zeit, beobachte die Art Deiner Wahl ein paar Stunden. Achte auf das Verhalten gegenüber anderen Vögel oder Vogelarten, die Lautstärke und den Flug- und Wirkungsradius. Besuche jemanden, der bereits Deine Wunschart hält, oder übernimm eine Urlaubspflege für 1-2 Wochen um herauszufinden, ob die Tiere in Dein tägliches Leben passen.
Schritt 3: Kostenrechnung
Die Kosten, gerade für größere Vogelarten, werden oft unterschätzt, denn sie sind sowohl in der Anschaffung als auch in der Unterhaltung sehr teuer.
Zunächst hat man die Anschaffungskosten für eine Voliere, die bei einem durchschnittlich großen Papageienpaar die Mindestmaße von 2m Länge, 2 m Höhe und 1m Tiefe haben sollte. Nymphensittiche sollten eine mindestens 1,50m lange, 1m tiefe und 1,60m hohe Voliere zur Verfügung gestellt bekommen. Für ein Pärchen Wellensittiche, Kanarien oder Finken sollte die Voliere nicht kleiner als 0,8m Länge, 0,6m Tiefe und 0,8m Höhe sein. Gesetzliche Mindestkäfigmaße können bei der Naturschutzbehörde nachgefragt werden. Für ein Pärchen Gelbbrustaras wären es beispielsweise 8 m², bei Blaustirnamazonen und Graupapageien 2m² und bei den kleinen Agaporniden 0,5m² pro Paar. Je nachdem wie handwerklich begabt Du bist und wie viel Wert Du auf Optik legst, musst Du für Wellensittiche und Finken mit 60 bis 150€, für Nymphen oder größere Sittiche zwischen 100 und 400€ und bei Papageien zwischen 450 und 1000€ rechnen.
Der nächste Kostenblock betrifft die Innenausstattung, die monatlich wegen dem ausgeprägten Nagetrieb erneuert werden muss. Da kommt es auch darauf an ob Du einen Garten mit ungespritzten Obst- und Weidenbäumen hast und wie begabt Du bei Spielsachen basteln bist. Mit 10 bis 30€ monatlich ist je nach Wunschvogelart auf jeden Fall zu rechnen.
Futterkosten setzen sich aus Frischkost wie Obst und Gemüse sowie dem Körnerfutter und anderen Leckereien zusammen. Um die Gesundheit Deiner Lieblinge nicht zu gefährden sollte man auf qualitativ hochwertigeres Futter zurückgreifen. Die Kosten für ein Paar belaufen sich auf Minimum 10 bis 50€ im Monat (kleine 10-15€, größere Sittiche 15-30€, Papageien 30-50€).
Tierarztkosten muss man leider auch mit einkalkulieren. Hierbei ist zu beachten, dass der Tierarzt unbedingt vogelkundig sein sollte. Da Vögel im Studium kein Pflichtfach sind, gibt es viele Tierärzte, die über das notwendige Wissen leider nicht verfügen.
Ein Muss ist der Eingangscheck unabhängig davon ob die Vögel aus einer Zoohandlung, vom Züchter oder aus privaten Händen kommen.
Sie sollten ordentlich durchgecheckt werden um zu wissen ob sie fit sind, ob die Leber und Niere richtig funktionieren oder andere Krankheiten, die ansteckend für andere Vögel sind, vorhanden sind. Eingangscheck für 2 Wellensittiche liegt je nach Tierarzt bei 60-100€, größeres Sittichpärchen 80-180€, Papageienpaar 160-450€.
Diese Eingangsuntersuchung ist zwingend notwendig, man sollte keinesfalls auf sie verzichten.
Durchschnittlich kostet ein TA
Besuch mit einen Wellensittich 40€, einen größeren Sittich 60€ und einem Papagei 130€ (Angaben unabhängig von der Krankheit und Behandlung- Durchschnittswerte). Daher solltest Du von vorne herein ca.200€ bis 400€ auf einem Sparbuch für diesen Fall weglegen.
Tja und dann fehlt uns noch ein „dicker Batzen“ nämlich: Die Anschaffung
Die Anschaffung eines Pärchen ist meist günstiger als die Anschaffung von 2 getrennten Einzeltieren. Dabei variieren die Preise für die Wellensittiche zwischen 25 und 60€, je nach Farbe und Zuchtform. Großsittiche kosten zwischen 80 und 500€ je nach Art, Farbe und Form. Amazonen kosten in der Regel zwischen 350-750€, Kakadus zwischen 800 und 1200€, Aras AB
1000€ aufwärts... pro Vogel versteht sich.
Bei einem Kauf von einem Pärchen kann man ca.30-45% sparen. Da Vögel grundsätzlich nicht alleine gehalten werden sollten, ist eine gleichzeitige Anschaffung von großem Vorteil. Die Tiere kennen sich bereits, entwickeln keine Fehlprägungen oder Verhaltensstörungen, die Probleme bei der Verpaarung im Nachhinein stellen sich nicht und sie können gegenseitig von einander lernen, so dass auch die „Zahmheit“ nicht darunter leidet, ganz im Gegenteil.
Im Internet befindet sich viele private Abgaben, die wie Schnäppchen wirken, davor möchte ich Dich warnen. Denn viele dieser "vermeintlichen" Schnäppchen entpuppen sich als Schreier oder Hennen-Mörder oder auch als chronisch erkrankte Tiere, die wiederum weiter Kosten über die Jahre mit sich ziehen. An dieser Stelle möchte ich nochmals auf den wirklich zwingend notwendigen TA
hinweisen.
Aus diesem Grund solltest Di wirklich überlegen ob Du Dich finanziell nicht übernimmst und ob Du auch langfristig die Versorgung der Tiere aufrechterhalten kannst.
Schritt 4: Krankheit und Alter
Überlege Dir wie Dein Leben, die kommenden Jahre aussehen soll. Wellensittiche können bis zu 10 Jahren alt werden, Nymphensittich bis 25 Jahren, andere Sittiche sogar 30 Jahre, Amazonen und Graupapageien sowie Kakadus 40 bis 60 Jahre, Aras bis 100 Jahre. Wie werden sie bei Dir leben? Wer sich um sie kümmert, wenn Du mal verreist bist? Wer kann sie übernehmen, wenn Du vielleicht im Alter erkrankst oder je nachdem wie alt Du bist stirbst?
Es ist sicherlich kein angenehmes Thema aber es sollte vorher der Anschaffung zumindest durchdacht worden sein.
Schritt 5: Wohnungshaltung
Grundsätzlich gibt es zwei Alternativen: Wohnungshaltung und Haltung in einer Außenvoliere. Beide Haltungsweisen erfordern zwar nicht zwingend eine schriftliche Einverständniserklärung von allen anliegenden Nachbarn (bei Privatbesitz und Miete) und von Vermieter selbst (bei Miete). Die Erfahrung zeigt aber dass AB
der Größe einen Nymphensittichs eine Zustimmung auf jeden Fall empfehlenswert ist. Bei Papageien ist eine Erlaubnis vom Vermieter zwingend und von den Nachbarn äußerst empfehlenswert.
Das erspart Dir den Frust wenn Du sie wegen Lärmbelästigung wieder abgeben müsstest.
Schritt 6: Verantwortungsvolle Abgabestelle oder Züchter auswählen
Die Tiere sollte man auf jeden Fall vorab kennen lernen, denn das Tier sollte Dich auch leiden können. Nicht nur Du sie.
Das heißt Du solltest mit den im Haushalt lebenden Personen beim Züchter oder Zoogeschäft oder Abgabestelle mehrere Stunden vor oder am bestens auch in der Voliere verbringen, bevor Du Deine endgültige Wahl triffst.
Dies soll niemanden abhalten einem Vogelpaar ein neues Zuhause zu schenken. Im Gegenteil: Die kleinen sind wirklich schöne und unterhaltsame Haustiere. Jedoch sollte eine Anschaffung gut überlegt sein. Wir möchten hauptsächlich vermeiden, dass sich die Auffangstation weiterhin in diesen Tempo füllen.
(Der Text ist allgemein für alle Vogelarten verfasst, denn vor der Anschaffung aller Vogelarten sollte man ich diese Punkte genau überlegen. )
Danke an Dagi für diesen Text !
Was Du VOR der Anschaffung beachten solltest:
Schritt 1:Informationen beschaffen
Was jeder Besitzer über sein Tier wissen sollte: Größe, Gewicht, Lebenserwartung, Lautstärke und Ernährung! Das Internet bietet dazu gute, aber auch einige, nicht wirklich brauchbare Informationen. Hilfe oder nützliche Links kann man in verschiedenen Foren erfragen.
Du solltest Dich über die Herkunft der Tiere, das Verhalten und den Lebensraum in der Natur informieren. Schließlich gilt es, diesen Lebensraum in gewisser Weise zu imitieren.
Es gibt viele hilfreiche Bücher, die zusammenfassend beschreiben, wie das Leben mit einem Vogelpaar abläuft. Ingesamt solltest Du einen guten Überblick über die Eigenschaften und Eigenarten, sowie über Probleme in Gefangenschaftshaltung bekommen. Hierzu können Erfahrungsbereichte von privaten Personen sehr hilfreich sein.
Ein Muss ist sich das „Geschrei“ und auch den „ Gesang“ des Wunschkandidaten anzuhören und sich sicher zu sein, dies langfristig ertragen zu können (bitte auch an Mitbewohner und Nachbarn denken).
Vögel sind Schwarmtiere, daher gehören zur tiergerechten Haltung mindestens ein Paar der gleichen Art!!!. Einzeln gehaltene Tiere entwickeln im Laufe ihres Lebens schwere Verhaltensstörungen, die sowohl die Gesundheit des Tieres als auch des Menschen gefährden können. Tiere sind Lebewesen, die für ein gesundes, langes, glückliches Leben einen artgleichen Partner brauchen. Sie sind kein Spielzeug für den Menschen.
Alte Gerüchte betreffend der Zahmheit oder der Sprachbegabtheit sind längst überholt und widerlegt. Oft geht es bei zweien sogar schneller, da sie sich die Fähigkeiten von einander abschauen können.
Schritt 2: Direkte Auseinandersetzung
Wenn Du Dich für eine bestimmte Art entschieden hast, solltest Du Dich direkt mit diesen Vögeln auseinandersetzten. Ein Besuch im Zoofachhandel oder beim Züchter ist NICHT ausreichend. Diese wollen vorrangig verkaufen und haben oft Zeitdruck.
Besuche ein paar Vogelparks am Wochenende, nimm Dir Zeit, beobachte die Art Deiner Wahl ein paar Stunden. Achte auf das Verhalten gegenüber anderen Vögel oder Vogelarten, die Lautstärke und den Flug- und Wirkungsradius. Besuche jemanden, der bereits Deine Wunschart hält, oder übernimm eine Urlaubspflege für 1-2 Wochen um herauszufinden, ob die Tiere in Dein tägliches Leben passen.
Schritt 3: Kostenrechnung
Die Kosten, gerade für größere Vogelarten, werden oft unterschätzt, denn sie sind sowohl in der Anschaffung als auch in der Unterhaltung sehr teuer.
Zunächst hat man die Anschaffungskosten für eine Voliere, die bei einem durchschnittlich großen Papageienpaar die Mindestmaße von 2m Länge, 2 m Höhe und 1m Tiefe haben sollte. Nymphensittiche sollten eine mindestens 1,50m lange, 1m tiefe und 1,60m hohe Voliere zur Verfügung gestellt bekommen. Für ein Pärchen Wellensittiche, Kanarien oder Finken sollte die Voliere nicht kleiner als 0,8m Länge, 0,6m Tiefe und 0,8m Höhe sein. Gesetzliche Mindestkäfigmaße können bei der Naturschutzbehörde nachgefragt werden. Für ein Pärchen Gelbbrustaras wären es beispielsweise 8 m², bei Blaustirnamazonen und Graupapageien 2m² und bei den kleinen Agaporniden 0,5m² pro Paar. Je nachdem wie handwerklich begabt Du bist und wie viel Wert Du auf Optik legst, musst Du für Wellensittiche und Finken mit 60 bis 150€, für Nymphen oder größere Sittiche zwischen 100 und 400€ und bei Papageien zwischen 450 und 1000€ rechnen.
Der nächste Kostenblock betrifft die Innenausstattung, die monatlich wegen dem ausgeprägten Nagetrieb erneuert werden muss. Da kommt es auch darauf an ob Du einen Garten mit ungespritzten Obst- und Weidenbäumen hast und wie begabt Du bei Spielsachen basteln bist. Mit 10 bis 30€ monatlich ist je nach Wunschvogelart auf jeden Fall zu rechnen.
Futterkosten setzen sich aus Frischkost wie Obst und Gemüse sowie dem Körnerfutter und anderen Leckereien zusammen. Um die Gesundheit Deiner Lieblinge nicht zu gefährden sollte man auf qualitativ hochwertigeres Futter zurückgreifen. Die Kosten für ein Paar belaufen sich auf Minimum 10 bis 50€ im Monat (kleine 10-15€, größere Sittiche 15-30€, Papageien 30-50€).
Tierarztkosten muss man leider auch mit einkalkulieren. Hierbei ist zu beachten, dass der Tierarzt unbedingt vogelkundig sein sollte. Da Vögel im Studium kein Pflichtfach sind, gibt es viele Tierärzte, die über das notwendige Wissen leider nicht verfügen.
Ein Muss ist der Eingangscheck unabhängig davon ob die Vögel aus einer Zoohandlung, vom Züchter oder aus privaten Händen kommen.
Sie sollten ordentlich durchgecheckt werden um zu wissen ob sie fit sind, ob die Leber und Niere richtig funktionieren oder andere Krankheiten, die ansteckend für andere Vögel sind, vorhanden sind. Eingangscheck für 2 Wellensittiche liegt je nach Tierarzt bei 60-100€, größeres Sittichpärchen 80-180€, Papageienpaar 160-450€.
Diese Eingangsuntersuchung ist zwingend notwendig, man sollte keinesfalls auf sie verzichten.
Durchschnittlich kostet ein TA
Besuch mit einen Wellensittich 40€, einen größeren Sittich 60€ und einem Papagei 130€ (Angaben unabhängig von der Krankheit und Behandlung- Durchschnittswerte). Daher solltest Du von vorne herein ca.200€ bis 400€ auf einem Sparbuch für diesen Fall weglegen. Tja und dann fehlt uns noch ein „dicker Batzen“ nämlich: Die Anschaffung
Die Anschaffung eines Pärchen ist meist günstiger als die Anschaffung von 2 getrennten Einzeltieren. Dabei variieren die Preise für die Wellensittiche zwischen 25 und 60€, je nach Farbe und Zuchtform. Großsittiche kosten zwischen 80 und 500€ je nach Art, Farbe und Form. Amazonen kosten in der Regel zwischen 350-750€, Kakadus zwischen 800 und 1200€, Aras AB
1000€ aufwärts... pro Vogel versteht sich. Bei einem Kauf von einem Pärchen kann man ca.30-45% sparen. Da Vögel grundsätzlich nicht alleine gehalten werden sollten, ist eine gleichzeitige Anschaffung von großem Vorteil. Die Tiere kennen sich bereits, entwickeln keine Fehlprägungen oder Verhaltensstörungen, die Probleme bei der Verpaarung im Nachhinein stellen sich nicht und sie können gegenseitig von einander lernen, so dass auch die „Zahmheit“ nicht darunter leidet, ganz im Gegenteil.
Im Internet befindet sich viele private Abgaben, die wie Schnäppchen wirken, davor möchte ich Dich warnen. Denn viele dieser "vermeintlichen" Schnäppchen entpuppen sich als Schreier oder Hennen-Mörder oder auch als chronisch erkrankte Tiere, die wiederum weiter Kosten über die Jahre mit sich ziehen. An dieser Stelle möchte ich nochmals auf den wirklich zwingend notwendigen TA
hinweisen.Aus diesem Grund solltest Di wirklich überlegen ob Du Dich finanziell nicht übernimmst und ob Du auch langfristig die Versorgung der Tiere aufrechterhalten kannst.
Schritt 4: Krankheit und Alter
Überlege Dir wie Dein Leben, die kommenden Jahre aussehen soll. Wellensittiche können bis zu 10 Jahren alt werden, Nymphensittich bis 25 Jahren, andere Sittiche sogar 30 Jahre, Amazonen und Graupapageien sowie Kakadus 40 bis 60 Jahre, Aras bis 100 Jahre. Wie werden sie bei Dir leben? Wer sich um sie kümmert, wenn Du mal verreist bist? Wer kann sie übernehmen, wenn Du vielleicht im Alter erkrankst oder je nachdem wie alt Du bist stirbst?
Es ist sicherlich kein angenehmes Thema aber es sollte vorher der Anschaffung zumindest durchdacht worden sein.
Schritt 5: Wohnungshaltung
Grundsätzlich gibt es zwei Alternativen: Wohnungshaltung und Haltung in einer Außenvoliere. Beide Haltungsweisen erfordern zwar nicht zwingend eine schriftliche Einverständniserklärung von allen anliegenden Nachbarn (bei Privatbesitz und Miete) und von Vermieter selbst (bei Miete). Die Erfahrung zeigt aber dass AB
der Größe einen Nymphensittichs eine Zustimmung auf jeden Fall empfehlenswert ist. Bei Papageien ist eine Erlaubnis vom Vermieter zwingend und von den Nachbarn äußerst empfehlenswert. Das erspart Dir den Frust wenn Du sie wegen Lärmbelästigung wieder abgeben müsstest.
Schritt 6: Verantwortungsvolle Abgabestelle oder Züchter auswählen
Die Tiere sollte man auf jeden Fall vorab kennen lernen, denn das Tier sollte Dich auch leiden können. Nicht nur Du sie.
Das heißt Du solltest mit den im Haushalt lebenden Personen beim Züchter oder Zoogeschäft oder Abgabestelle mehrere Stunden vor oder am bestens auch in der Voliere verbringen, bevor Du Deine endgültige Wahl triffst.
Dies soll niemanden abhalten einem Vogelpaar ein neues Zuhause zu schenken. Im Gegenteil: Die kleinen sind wirklich schöne und unterhaltsame Haustiere. Jedoch sollte eine Anschaffung gut überlegt sein. Wir möchten hauptsächlich vermeiden, dass sich die Auffangstation weiterhin in diesen Tempo füllen.
(Der Text ist allgemein für alle Vogelarten verfasst, denn vor der Anschaffung aller Vogelarten sollte man ich diese Punkte genau überlegen. )
Danke an Dagi für diesen Text !